Dorperschafe
 

Momentan haben wir 20 Muttertiere für die Zucht und Fleischproduktion.

 

 

Eigenschaft:

Der Dorper und der White Dorper sind zwei verschiedene Rassen, die sich nur bezüglich ihrer Färbung unterscheiden. Das Dorperschaf ist ein weisses Schaf mit schwarzem Kopf, der White Dorper ist vollkommen weiss. Ihr Haarkleid ist eine Mischung von Haaren und kurzer Wolle. Die Schafe verlieren ihre Wolle im Sommer und müssen deshalb nicht geschoren werden. Ausgewachsene Widder erreichen ein Gewicht von 100-130 kg, während Auen zwischen 80-100 kg schwer werden. Dorper und White Dorper sind von Charakter her ruhige Tiere, was die Arbeit mit ihnen sehr vereinfacht.

 

Anpassungsfähigkeit:
Der Dorper ist sehr anpassungsfähig und gedeiht sehr gut in harschen und extensiven Gebieten. Er erbringt aber auch in anderen klimatischen Gebieten hervorragende Leistungen.

Hervorragende Muttereigenschaften:
Dorperauen sind ausgezeichnete Mütter mit sehr guter Milchproduktion. Die Lämmer sind frohwüchsig und haben eine hohe Überlebensrate, weisen hervorragende Tageszunahmen auf.

Lange Zuchtsaison: 
Dorper sind unsaisonal, oder besitzen eine lange Zuchtsaison. Mit gutem Management können 3 Ablammungen in 2 Jahren erzielt werden. 

Hohe Reproduktionsrate: 
Dorper sind sehr fruchtbar. Es kann im Schnitt mit 1.8 Lämmern pro Wurf gerechnet werden. Sie sind sehr frühreif, im Alter von 1 Jahr kann schon mit dem ersten Wurf gerechnet werden. 

Sehr gute Fleischqualität:
Die Schlachtkörperzusammensetzung der Dorper ist ausgezeichnet. Der Muskelfleischanteil liegt nicht selten bei 64%, während der Fettanteil um 20% beträgt.

Bessere Schlachtausbeutung und 10% Mehrerlös je Schlachtlamm
Auf der ETH-Versuchsstation Chamau wurde in einem Versuch die Eignung der Dorperrasse für Gebrauchskreuzungen zur Erzeugung von Qualitätsschlachtlämmern abgeklärt. Die im folgenden Beitrag präsentierten Resultate zeigen, dass beim Einsatz von Dorperwiddern im Vergleich zu WAS-Widdern eine bessere Schlachtausbeute sowie eine bessere Taxation der Schlachtkörper erreicht wird, was sich in einem um rund 10 % höheren Erlös je Schlachtlamm niederschlägt. Schlussbericht Dorperprojekt (deutsch / französisch)
Quelle:  November-Ausgabe 2005, Fachzeitschrift Forum Kleinwiederkäuer / Petits Ruminants, www.caprovis.ch

Keine selektiven Fresser:
Dorper stellen geringe Ansprüche bezüglich Futter und weiden alle Grasqualitäten ab.

Gute Hitzetoleranz:
Dorper stammen von der Rasse Blackhead Persian ab, die sehr hitzetolerant ist. Von ihr haben sie die Hitzetoleranz und auch die Toleranz gegenüber Insekten übernommen.

 

       

 

Rassenstandard

1. Typ (Format)


Gesamterscheinung

Körper harmonisch, symmetrisch, robust, tief mit gutem Wuchs, ausgeprägten Geschlechtsmerkmalen, beim Muttertier gut ausgebildetes Euter, beim Widder sollte der Hodensack nicht zu lang sein, beide Hoden von gleicher Grösse und nicht zu klein. Fett ausgeglichen über den ganzen Körper verteilt. Tiere dürfen nur nach eidg. Tierschutzverordnung kupiert sein. Körper harmonisch, symmetrisch, robust, tief mit gutem Wuchs, ausgeprägten Geschlechtsmerkmalen, beim Muttertier gut ausgebildetes Euter, beim Widder sollte der Hodensack nicht zu lang sein, beide Hoden von gleicher Grösse und nicht zu klein. Fett ausgeglichen über den ganzen Körper verteilt. Tiere dürfen nur nach eidg. Tierschutzverordnung kupiert sein.

 

 

  männlich weiblich 
 Widerristhöhe 65 - 75 cm 60 - 70 cm
 Gewicht 80 - 120 kg 60 - 90 kg

 

Kopf und Hals
Kopf stark und lang, mit grossen Augen, starke Nase, starke wohlgeformte Maulpartie (ungleiche Kieferlänge gilt als Ausschussgrund), eine ausgebildete Hornbasis, keine Hörner sind ideal, starke ausgeprägte Hörner sind unerwünscht, aber dennoch erlaubt.

Brust, Schulter und Widerrist
Nacken mittel lang, gut mit Kopf und Körper verbunden; Schulter fest, breit und stark, gut mit Vorderkörper verbunden; Brust weit.

Rücken, Lende, Bauch, Becken und Keule
Körper lang, tief und breit, Rippen gut gesprungen; Rücken voll, lang und gerade, Hinterteil lang, breiter Rumpf ist ideal, Keule wohlgeformt, innere und äussere Muskeln sehr ausgeprägt und vollfleischig.

2. Fundament 
Gliedmassen Stellung und Gang
Gliedmassen trocken und gut platziert; Sprunggelenk leicht gewinkelt; Fesseln gut tragend, Klauen hart, leicht gespreizt; Gang korrekt und beweglich

3. Behaarung, Wolle, Farbe, Pigmente
Behaarung Wolle: Ideal ist eine kurze, lockere leichte Behaarung durchsetzt mit Wolle und Haaren. Kopf und Beine sollen unbewollt sein. Die Unterlinie sollte frei sein von Wolle. Mähnenansätze können vorkommen, sind aber nicht erwünscht.

Farbe: Ein weisses Schaf mit schwarzem Kopf, eine schwarze Brust bis zum Beinansatz ist geduldet. Vereinzelte weisse Flecken auf dem Kopf sind erlaubt, die Augen und Ohren müssen jedoch schwarz sein. Vereinzelte schwarze Flecken am Körper und Beinen sind erlaubt, werden aber mit Abzug bestraft.

Pigmente: nicht zu grosse Flecken an Euter und Geschlecht sind erlaubt (Sonnenschutz).

 

© by lavendel-erlebnis.ch, 2015